Trotz dicker Regenwolken am Himmel machten sich rund zehn naturbegeisterte Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Sonntag, den 31.05. um 8 Uhr früh auf den Weg, um die LBV-Streuobstwiese in Mainberg
mit Start am Wanderparkplatz "Dianenslust" in Schweinfurt zu erkunden. Das Timing war perfekt: Mit den ersten Regentropfen erreichten wir am Schluss wieder den Ausgangspunkt und konnten so die
Exkursion trockenen Hauptes beenden.
Ein wertvoller Lebensraum vor unserer Haustür.
Durch einen der größten Laubwälder der Region führte uns die Exkursion hinauf zu einem weiten Blick über die Mainebene.
Im Fokus der Exkursion standen sowohl die vereinseigene Streuobstwiese des LBV Schweinfurt, als auch der Wechsel vom Wald rund um die "Dianenslust" in die halboffene
Kulturlandschaft. Streuobstwiesen sind als wertvolle Kulturlandschaften wahre Hotspots der Biodiversität. Während des Rundgangs erfuhren die Teilnehmenden viel Wissenswertes über die
Pflege der alten Obstbäume und die Bedeutung dieser Flächen für den lokalen Naturschutz.
Ruhige Stunde bei den Vögeln
Wer auf ein lautes Vogelkonzert gehofft hatte, wurde dieses Mal zwar nicht fündig – vogeltechnisch zeigte sich die Natur an diesem Tag eher von ihrer ruhigen Seite. Doch das tat der guten
Stimmung keinen Abbruch. Die Gruppe nutzte die Gelegenheit, um die Flora der Wiese genauer unter die Lupe zu nehmen und sich über aktuelle Naturschutzthemen in der Region auszutauschen.
Und einen absoluten Höhepunkt gab es dann doch: Gleich mehrere Schwarzspechte auf einmal, vermutlich eine Familie auf Erkundungstour. Dazu Trauerschnäpper und Waldlaubsänger als Begleiter im
grünen Blätterdach.
Und die mächtigen Totholzbäume mit ihren Spechthöhlen? Die zeigen eindrucksvoll, warum dieser Wald als FFH-Gebiet geschützt ist. Hier steckt das Leben auch im vermeintlich Toten.
Ein großes Dankeschön an alle, die dabei waren und wetterfest mit uns die Natur erkundet haben!