Gemeinsam Bayerns Natur schützen

Verschiedenes

Ein Waldwasserläufer und eine Gebirgsstelze wurden am Saumain in Schweinfurt die letzten Wochen gesichtet

Ortolane

Werden es weniger?

 

Der Ortolan ist der Vogel, der in Bayern nur noch in Mainfranken vorkommt. Leider sieht es dieses Jahr so aus, als würde die Anzahl der Vögel abnehmen. Bisher wurden bei der Bestandserfassung des Ortolan bei Sulzheim 3 singende Männchen und bei Grettstadt 4 Vögel notiert, wobei diese dort ein sehr heimliches und seltsames Verhalten zeigten.

Bei der Nordspitze vom "Riedlein" wurden ebenfalls vier singende Tiere verzeichnet.

Zwergscharben-Rekord

Fliegende Zwergscharbe vor blauem Himmel mit ausgebreiteten Flügeln
Zwergscharbe
Neuer Rekord im Landkreis Schweinfurt: 108 Zwergscharben gesichtet!
Seit 2022 brüten im Landkreis Schweinfurt die seltenen Zwergscharben, die normalerweise in Südeuropa heimisch sind. Nun gibt es eine beeindruckende Entwicklung: Bei einer Zählung am Schlafplatz wurden ganze 108 Individuen gesichtet – ein neuer Rekord!

Fakten zur Zwergscharbe:
- Zwergscharben sind die kleinsten Vertreter der Kormorane und zeichnen sich durch ihr   
  dunkles, glänzendes Gefieder aus.
- Sie sind geschickte Taucher und ernähren sich hauptsächlich von kleinen Fischen und
   Wasserinsekten.
- Ihr Lebensraum umfasst oft stille Gewässer wie Seen und Flüsse mit dichter Vegetation.
Es ist faszinierend zu sehen, wie sich diese seltenen Vögel auch in unserer Region heimisch fühlen.
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Graureiher

Drohne
Herr Vorberg vom LBV Schweinfurt und der Drohnenpilot

Am Montag, den 29.04.2024 wurde die Größe der Graureiherkolonie, die es seit Jahren auf der Maininsel Schweinfurt gibt, mittels einer Drohne ermittelt. Graureiher brüten in Kolonien in den Kronen alter Bäume. Mit einem Mindestabstand von 50m zu den Vögeln, wurden die Bäume mit den Nestern überflogen. Dabei konnten 83 Nestern gezählt werden, wobei davon nicht alle mit Brutpaaren besetzt sind. Die Anzahl an Graureiherpaaren ist also nicht ganz so groß.

Seit letztem Jahr brütet ein Kormoran zwischen den Graureihern. Die Vermutung, dass sich der Bestand möglicherweise dieses Jahr erhöht, da der Kormoran auch ein Koloniebrüter ist, wurde nicht bestätigt.

Es ist bei einem Brutpaar geblieben. Dies ist gut für die Bäume, auf denen die Graureiherkolonie beheimatet ist, da der Kot der Kormorane häufig die Blätter der Bäume verätzt und zu kahlen, und damit    zu einem Absterben der Bäume führt.

Graureiher im Flug
Graureiher im Flug Foto: Frank Derer

Interessant:

Graureiher erschließen immer mehr neue Brutgebiete, so kann man Brutkolonien mittlerweile auch teilweise in Zoos in Städten antreffen.

 

Den Graureiher kann man vor allem durch seine typische Flugsilhouette mit dem eingezogenen Kopf vom Kranich und vom Storch unterscheiden.

trocknender Kormoran, Kormoran auf Ast sitzend
Trocknender Kormoran Foto: Frank Derer

Aufgemerkt:

Damit der Kormoran tief tauchen und Fische verfolgen kann, fettet er sein Gefieder nicht ein. Dass er es danach trocknen muss, unterscheidet ihn von anderen Wasservögeln.

Er war „Vogel des Jahres 2010“ . Nach seiner Rückkehr an deutsche Gewässer wurde er wieder zu Tausenden geschossen und vertrieben.